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Stefan und Silke Funke mit frischem Ingwer
Stefan Funke mit vielen Roten Block Paprika
Das Team von der Gärtnerei Funke
Silke Funke mit Spitz-Paprika
Folienhaus mit Pak Choi
Gewächshaus mit Salaten
Spitzpaprika
Spitzpaprika
Spitzpaprika mit Mulchschicht

Gärtnerei Funke

Bio Gemüse mit ökologischer Energie

Seitdem wir, Silke und Stefan Funke, uns in den 1980er Jahren kennengelernt haben, arbeiten wir gemeinsam daran, im Garten und auf dem Feld das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen enkeltauglich zu gestalten. Die biodynamische Landwirtschaft ist eine Möglichkeit dies zu erreichen. Durch Silkes Ausbildung zur Imkerin und Stefans Ausbildung zum Gärtner konnten wir uns immer gut ergänzen, wenn es darum ging, schmackhaftes und gutes Gemüse wachsen zu lassen.

Nach vielen Jahren der Mitarbeit in einer größeren Hofgemeinschaft haben wir im Jahre 2009 unseren eigenen Betrieb in Mecklenburg in Parum, Kreis Ludwigslust-Parchim,  gegründet. Aufgrund der großen Nachfrage der Menschen nach Gemüsearten, die in Norddeutschland so richtig eigentlich nur im Gewächshaus wachsen, war schnell klar, dass wir uns auf diese Gemüsearten konzentrieren wollten. Gewächshäuser sind eine faszinierende Art und Weise die Zeit zu verlängern, in der die Pflanzen wachsen können. Viele Wachstumsbedingungen lassen sich optimieren und verbessern. Aber diese Möglichkeiten gehen mit einer hohen Verantwortung einher. Es bedarf großer Aufmerksamkeit die Temperatur und Luftfeuchtigkeit durch Heizen und Lüften zu regeln. Ebenso muss immer genau geschaut werden, wann und wie viel Wasser beregnet wird. Da die Beheizung von Gewächshäusern sehr viel Energie benötigt, kam für uns nur die Nutzung von sogenanntem “Wärmemüll” in Frage. Also Abwärme, die nicht mehr anderweitig genutzt werden kann. Diese Möglichkeit fanden wir bei der Biogasanlage der Parumer Bioenergie. Dort werden Abfälle aus der Lebensmittelverarbeitung, Essensreste, oder verdorbene Nahrungsmittel zu Methangas vergoren. In dieser Anlage wird kein Mais als Gärsubstrat verwendet, sondern nur Abfälle. Die damit angetriebenen Gasmotoren treiben Generatoren an, mit denen elektrische Energie erzeugt wird. Die beim Kühlen der Gasmotoren anfallende Abwärme wird dann genutzt um die Gewächshäuser zu beheizen.

Um die Leitungswege für das Abwärmewasser möglichst gering zu halten, haben wir die Gewächshäuser nahe an die Biogasanlage gebaut. Das hören wir bei der Arbeit und manchmal riechen wir es auch.

Und obwohl es bei uns mehr den Flair von einem Industriegebiet hat und weniger einer Biohofidylle, erfreuen wir uns täglich daran, wie wir es geschafft haben, auf einem ehemaligen Maisacker den Boden kontinuierlich zu verbessern und wie sich in den Gewächshäusern eine vielfältige Flora und Fauna eingestellt hat. Insbesondere die Welt der Insekten fasziniert uns immer wieder. Durch das Anpflanzen von Nützlinge fördernde Pflanzen können wir diese gezielt unterstützen und auch im Gewächshaus etablieren. Ebenso ist es uns ein großes Anliegen durch entsprechende Maßnahmen  das Bodenleben zu fördern, damit dieses zu einem ausgewogenen und gesunden Wachstum der Pflanzen beitragen kann. Eine wichtige Maßnahme hierbei ist das Bedecken des Bodens mit frischem Grasschnitt oder Heu. Zum einen wird der Boden vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt und zum anderen sind diese organischen Materialien eine fortwährende Futterquelle für Regenwürmer und viele andere Bodenlebewesen. Je nachdem welches Ungleichgewicht im Boden besteht, können auftretende Unkräuter/Beikräuter ein Hinweis darauf sein, was ihm fehlt. Der Boden bringt also die Unkräuter hervor, die ihm helfen sich zu regenerieren. Das haben wir aufgegriffen und lassen die Wege zwischen den Pflanzen spontan mit den dort auftretenden Unkräutern begrünen. Diese durchwurzeln den Boden intensiv und übernehmen damit teilweise die Aufgaben einer Zwischenfrucht oder Fruchtfolge. Damit das Unkraut aber nicht überhand nimmt, wird es oberirdisch regelmäßig abgemäht.

Neben dem Ingwer bauen wir auch Paprika, Tomaten und Gurken an. Im Winter wachsen bei uns verschiedene Salate.

Wir haben zwar reichlich Abwärme zur Verfügung, aber trotzdem müssen das verfügbare Sonnenlicht und die Temperatur in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Deswegen wachsen im Winter bei uns nur Salate, die mit weniger Licht zufrieden sind und nur frostfrei gehalten werden müssen.

Wir probieren immer wieder gerne neue Kulturen aus. So kam vor einigen Jahren auch der Ingwer in unseren Betrieb. Bei der Arbeit haben Silke und Stefan jeder seine Schwerpunkte . Stefan kümmert sich um die Technik, Organisation und Vermarktung. Silkes Schwerpunkte liegen bei der Kulturpflege, dem Einsatz und der Förderung von Nützlingen und Insekten. Außerdem gehört die Buchführung zu Ihrem Aufgabenbereich. Das Pflanzen, Ernten und Mulchen sind oftmals gemeinsame Aktionen.

Eine Besonderheit unserer Gärtnerei ist der Einsatz von Grasschnitt zur Düngung des Gemüses. Auf unserer Wiese wächst seit vielen Jahren eine Mischung von Gras, Klee und Kräutern. Diese Pflanzen werden ab Mai regelmäßig gemäht, in die Gewächshäuser gefahren und zwischen den Pflanzen verteilt. Aus diesem Grund müssen wir fast keine organischen Dünger zukaufen und das schon seit der Gründung der Gärtnerei im Jahre 2009.

Regelmäßig zugeführt wird fein gemahlenes Gesteinsmehl zur Versorgung mit Spurenelementen. Außerdem bringen wir jährlich Tonmehl auf den Flächen aus, um den sehr sandigen Boden zu verbessern. Durch die Anwendung der DEMETER Präparate bringen wir das Wachstum in der Pflanze und den Austausch der Wurzeln mit dem Boden in einen harmonischen  Zusammenhang. Da die Anbauflächen durch die Gewächshäuser vor natürlichem Niederschlag geschützt sind, gelangt kein Regenwasser direkt an die Pflanzen. Das Regenwasser kann neben den Gewächshäusern im Gras versickern und füllt dadurch weiterhin den Grundwasserspiegel auf. Zum Bewässern der Pflanzen nutzen wir das Wasser aus einem eigenen Brunnen durch Düsenrohre oder Tröpfchenbewässerung. Regelmäßig wird auch von oben bewässert, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, was dem tropischen Ingwer sehr gefällt.

Bis auf die schonende Bodenbearbeitung mit einer von einem kleinen Traktor gezogenen Spatenmaschine, erfolgt sämtliche Arbeit in den Gewächshäusern von Hand. Das Mähen und Transportieren des Grasschnitts erfolgt  auch mit dem Traktor. Sechs festangestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den umliegenden Dörfern haben bei uns einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gefunden. Teilweise arbeiten diese schon seit 9 Jahren bei uns.